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Edmund Daniel Kinzinger (1888-1963)

1888 am 31. Dezember in Pforzheim geboren
1907 Abitur in Pforzheim
1908 beginnt in München ein Studium zuerst an der Kunstschule von Heinrich Knirr (dessen Institut auch Paul Klee, Rudolf Levy, Emil Orlik u.a. besuchten). In diesem Jahr heiratet er Amelia Fuchs, 1910 kommt ihr Sohn Siegfried Maria zur Welt.
  Zum Sommersem. 1909 wechselt er an die Ludwig-Maximilians-Universität
1910 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Prof. Christian Landenberger.
1912 Studienaufenthalt nach Paris an die Académie Moderne bei Fernand Leger und Henri Matisse
1913 kehrt er an die Stuttgarter Akademie Stuttgart zurück und wird Schüler von Adolf Hölzel; 1914 sein Meisterschüler. Seinen Lebensunterhalt verdient er in dieser Zeit vor allem durch Portraitaufträge.
1914-18 Kriegsdienst,
  Nach der Rückkehr an die Stuttgarter Akademie gründet er mit den Hölzel-Schülern Oskar Schlemmer, Willi Baumeister, Gottfried Graf, Hans Spiegel und Albert Müller die „Üecht“-Künstlergruppe.
1919 bei Hölzels Nachfolger Arno Waldschmidt beendet er - wieder als Meisterschüler - sein Studium 1920
1922 Lehrauftrag in München an der privaten „Schule für Bildende Kunst“
1923 stirbt Kinzingers Frau Amelia durch einen tragischen Unfall. Beim Besuch eines Maskenballs löst sich bei einem „Cowboy“ ein Schuß aus der Pistole, der als Querschläger Kinzingers Frau tötet.
1925-28 bei Sommerkursen in Italien und Spanien lernt Kinzinger Pablo Picasso kennen, sie arbeiten einige Zeit gemeinsam.
1927 heiratet er Alice Fisch und geht mit ihr als Austauschlehrer 1928 an die Kunstschule des Art Institute of Minneapolis, Minnesota. Eine erste Einzelausstellung in der Mabel Ulrich Gallery findet statt. 1929 wird ihre Tochter Delia geboren. Kinzinger wird Leiter der „Art Students League of Minneapolis“.
1930 kehrt Kinzinger trotz der ökonomischen und politischen Spannungen nach München zurück, um bis 1933 als Direktor die „Schule der Bildenden Künste“ von Hans Hofmann zu leiten. Er übernimmt auch dessen Malkurse in Spanien und St. Tropez/Frankreich.
1933 verlässt Edmund Daniel Kinzinger Deutschland endgültig, er gründet eine eigene Schule in Paris, die „Ecole de L' Epoque“ und hält engen Kontakt zu Albert Gleizes, Leopold Survage und Robert Delaunay.
1935 emigriert er in die USA und wird zunächst „Assistant Professor“ später Professor und schließlich Direktor des Art Departments der Baylor University in Waco, Texas.
1939 Universität von Iowa, 1942 Doktortitel für Kunstgeschichte
  Eine beginnende seelische Erkrankung (Depression) zwingt ihn, 1950 als Leiter des Art Institutes der Baylor University zurückzutreten.
1963 Am 18. April 1963 erliegt Edmund Daniel Kinzinger einem Herzinfarkt.

Verfügbare Arbeiten

Edmund Daniel Kinzinger

Portrait Amelia Kinzinger, 1923

90 x 68.5 cm

Edmund Daniel Kinzinger

Portrait Amelia Kinzinger, 1923

90 x 68.5 cm
Öl auf Malkarton
u.r. monogrammiert und datiert

 

 

28.000,- €

Edmund Daniel Kinzinger

Selbstportrait, 1921

61 x 45 cm

Edmund Daniel Kinzinger

Selbstportrait, 1921

61 x 45 cm
Öl auf Malkarton
u.l. monogrammiert und datiert „Jan. 1921“

 

 

4.800,- €

Edmund Daniel Kinzinger

Paar, 1919

16 x 15 cm

Edmund Daniel Kinzinger

Paar, 1919

16 x 15 cm
Holzschnitt
typografisch bezeichnet

aus: Der Weg  Doppelheft acht/neun 1919 Titelblatt

300,- €