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Paul Kleinschmidt (1883 - 1949 )

1883 am 31. Juli in Bublitz/Pommern als jüngster Sohn des Theaterdirektors Julius Kleinschmidt und der Schauspielerin Rosa Kleinschmidt, geb. Härtig geboren
1894 Umzug der Familie von Halle nach Berlin
1901 Begegnung mit dem Maler Adolph von Menzel, Entscheidung für den Künstlerberuf
1902-1904 Studium an der Berliner Akademie bei dem Historienmaler Anton von Werner
1903 Bekanntschaft mit Lovis Corinth
1904-1905 Studium an der Münchner Kunstakademie bei Peter Halm und Heinrich von Zügel
1905 Rückkehr nach Berlin als freier Maler und Grafiker, Freundschaft mit Lovis Corinth
1909 Beteiligung an der 18. Ausstellung der Berliner Sezession
1911 Teilnahme an der 22. Ausstellung der Berliner Sezession
1914-1915 Wehrdienst als Feuerwerker, Gasvergiftung, Befreiung vom Kriegsdienst; Heirat mit Margarete Treichel, Geburt der Tochter Maria
1915-1922 Ausbildung zum Kunsterzieher, Arbeit als Maschinenzeichner und Zeichenlehrer; wiederholt Reisen nach Süddeutschland (Wasserburg)
1919-1923 Entstehung vieler bedeutender Radierungen und Lithographien
1923 Erste Einzelausstellung im Euphorion-Verlag in Berlin, Freundschaft mit Julius Meier-Graefe
1925 Ausstellung in der Galerie Gurlitt,Berlin
1926 Geburt der Tochter Reglindis
1927 Förderung durch die Ulmer Fabrikanten Bilger, gemeinsame Reise nach Amsterdam und Sommeraufenthalt in Süddeutschland (Ulm und Bodensee), Freundschaft mit dem Ulmer Maler Albert Unseld , Erste Kontakte mit dem New Yorker Kunstsammler Erich Cohn
1928 Studienreise nach Südfrankreich, Freundschaft mit Curt Glaser
1928/1929 Erich Cohn wird der entscheidende Mäzen Kleinschmidts
1931 Studienaufenthalt in Südfrankreich, wo er erstmals Erich Cohn trifft
1932 Umzug nach Süddeutschland, zunächst nach Klingenstein bei Blaubeuren, dann nach Ulm
1933 Umzug nach Ay bei Senden, zunehmende politischen Repressionen, Werke auf „Schandausstellungen“
1933-1934 Ausstellungen im Art Institute of Chicago und im Philadelphia Museum of Art
1934 New York-Reise als Gast von Erich Cohn
1936 im März Emigration über Basel nach Holland, Niederlassung in Laren (Nordholland)
1937 Verfemung auf der Münchener Ausstellung „Entartete Kunst“
1938 Sommeraufenthalt in Toulon, ab September Niederlassung in La Varenne bei Paris
1940 Erkrankung an Angina Pectoris, Internierung in verschiedenen Lagern, Freilassung anlässlich der französischen Kapitulation, Rückkehr in das besetzte Frankreich zur Familie in La Varenne
1941 Flucht vor der Gestapo nach Lorient in der Bretagne
1942 Niederlassung und Arbeit in Chartres, Malverbot
1943 Zwangsrepatriierung durch den deutschen Sicherheitsdienst, wohnt in Bensheim an der Bergstraße
1943-1949 Zunächst entstehen nur Aquarelle, Gouachen und Zeichnungen, ab 1946 dann wieder Ölbilder
1944 Vernichtung von 14 bei Wilhelm Bilger in Ulm eingelagerten Ölgemälden durch einen Bombenangriff
1945 Zerstörung des gesamten Besitzes samt eines großen Teil des Werkes bei einem Bombenangriff
1946 Zuwendung zu der von ihm entwickelten Gouachetechnik
1949 Besuch von Erich und Helene Cohn in Bensheim, am 2. August erliegt der Künstler seiner Krankheit, Beisetzung in Lörrach

Verfügbare Arbeiten

Paul Kleinschmidt

Mont. St. Victoire, 1939

39.1 x 56 cm

Paul Kleinschmidt

Mont. St. Victoire, 1939

39.1 x 56 cm
Aquarell über Bleistift
bez. unten links P.Kl. 29

unten rechts gewidmet und signiert
nicht bei Lipps-Kant

 

4.800,- €

Paul Kleinschmidt

Stillleben mit Forellen, 1928

30 x 44 cm

Paul Kleinschmidt

Stillleben mit Forellen, 1928

30 x 44 cm
Aquarell über Graphit
unten rechts monogrammiert u. datiert P.Kl. 28

 

 

3.500,- €

Paul Kleinschmidt

Margarethe im Korbsessel, 1923

28.5 x 24 cm

Paul Kleinschmidt

Margarethe im Korbsessel, 1923

28.5 x 24 cm
Lithografie auf Japanpapier
m Stein monogrammiert und datiert P.Kl. 23; signiert

 

 

1.200,- €